#30 "Ich glaube, ich bin verliebt."

In der dreißigsten Podcast-Episode hört Ihr einige Beiträge von unserer Show am 31.03.2019 im Monarch, Berlin:
Julia liest aus ihren Tagebüchern, in denen sie Ihr Gefühlschaos mit zwölf Jahren festhielt. Max hat eine Neuinterpretation von „Hänsel und Gretel“, die er mit zehn verfasste, mitgebracht. Eddi stand erneut mit einem seiner gereimten Kunstwerke auf unserer Bühne, und Michael hat hingegen eine Gedichtinterpretation mitgebracht, die er mit 15 schrieb – seine Deutsch-Abschlussprüfung in der Volksschule.

Gemeinsam feiern wir die schönen, die absurden und die dramatischen Momente des Aufwachsens.

Tunnel - oder: Der Tag, als Mutter von mir ging 1/4

Der Einstieg in den Roman beginnt am Ende der Handlung, wo dem Erzähler nur noch ein Ausweg bleibt. Er befindet sich in einem Eisenbahntunnel, im Begriff sich umzubringen und der Welt seine Aufzeichnungen zu hinterlassen, die Aufklärung verschaffen sollen. Aber Aufklärung worüber?

Wir landen in den Kindheitserinnerungen des Erzählers, die auf eine Erklärung hinauslaufen, warum er zum Misanthropen, zum Mörder, zur Bestie, ja sogar zum Völkermörder wird.

Seine Kindheit ist von totaler Leistungskontrolle und Abschottung zu seiner Umwelt gekennzeichnet. Die Eltern verbieten ihm mit den Kindern der Nachbarschaft zu spielen, um schlechten Einflüsse von Außen direkt vorzubeugen, ein Fernseher wird nicht angeschafft, um dem Kind keine Ablenkung zu verschaffen – es soll seine Hausaufgaben machen, einmal der Beste sein und eine Karriere machen, die über die des Vaters, der Lehrer an der Grundschule ist, hinausgeht. Da der Junge keine Freunde hat, anscheinend keine Freundschaften schließen kann und auch die Eltern keine großartigen sozialen Kontakte pflegen, versenkt er sich in eine Phantasiewelt, die sich ausschließlich um Lokomotiven dreht, die er von dem Fenster seines Zimmers aus beobachten kann.

„Tunnel – Tunnel oder der Tag, als Mutter von mir ging“ ist ein halsbrecherischer Balanceakt zwischen Realität und Phantasie und vermag den Hörer sofort in seinen Bann zu ziehen – ein schlagender Beweis für die Sprengkraft der Literatur!

Tunnel als CD oder als MP3 Download gibt es hier:
https://lauscherlounge.de/discography/tunnel-oder-der-tag-als-mutter-von-mir-ging/

Sprecher:
Andreas Fröhlich wurde 1965 geboren und bezeichnet sich selbst gerne als „Hörspieler“. Einem großen Fanpublikum ist er als Bob Andrews in der Kultserie »Die drei ???« bekannt, außerdem leiht er u.a. Ethan Hawke, John Cusack und Edward Norton seine Stimme. Zudem ist er als Dialogbuchautor und Dialogregisseur tätig und etwa für die deutsche Synchronfassung von Per Anhalter durch die Galaxis, King Kong und der Herr der Ringe-Trilogie verantwortlich. Dort übernahm er auch die Rolle des Gollum/Smeagol. Für seine Arbeiten wurde er mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet.

Autor:
Der französische Autor Frédéric Klein (der Name ist ein Pseudonym) wechselt unerkannt die Fronten zwischen düsterer Realität und finsterer Fantasie. In dem kalten präzisen Sprachstil, der bereits sein Debut Maniaque auszeichnete, nähert sich Klein konsequent dem Exodus der Kommunikationsarmut und vernichtet mit parodistischen Reflexionen die Bildungs- und Erziehungsideale des Bürgertums.

#29 „Heute waren Bundesjugendspiele.“

In der neunundzwanzigsten Podcast-Episode hört Ihr einige Beiträge von unserer Show am 24.03.2019 in der Wohngemeinschaft, Köln:
Lena liest aus ihrem Tagebuch, das sie mit 13 führte – und dazu noch zwei Songtexte ihrer damaligen Band „Fish & Chips“. Gitte hat Kurzgeschichten mitgebracht, die sie mit sechs und acht Jahren schrieb. Joana hat ebenfalls eine Kurzgeschichte und ein Gedicht vorgetragen, die sie im Unterricht einer besonderen Lehrerin zu Papier brachte. Und Charlotte hat ihr Tagebuch, das sie mit 9 und 10 schrieb, wiedergefunden und auf unserer Bühne komplett zum Besten gegeben.

Gemeinsam feiern wir die schönen, die absurden und die dramatischen Momente des Aufwachsens.

Die Messerkönigin 3/3

// Skurrile Kurzgeschichten von Neil Gaiman in einer inszenierten Lesung von Oliver Rohrbeck //

Der Goldfischteich und andere Geschichten

Sechs erfolgreiche Musiker und Komponisten interpretieren Gaimans einzigartigen Reigen aus Komik und Dramatik und verleihen damit jeder einzelnen Erzählung eine außergewöhnliche und individuelle Note. Auf diese Weise werden die Geschichten zu einem lebendigen und kurzweiligen Hörgenuss.

Die Messerkönigin als CD oder als MP3 Download gibt es hier:
https://lauscherlounge.de/discography/die-messerkoenigin/

Sprecher:
Oliver Rohrbeck wurde 1965 in Berlin geboren und sammelte schon als Kind erste Fernseh- und Schauspielerfahrungen. Genauso lange ist er auch schon als Synchronschauspieler tätig und leiht etwa Ben Stiller regelmäßig seine Stimme. Einer großen Hörerschaft ist er durch die Rolle des Justus Jonas in der Kult-Hörspielreihe „Die Drei ???“ bekannt. Zudem ist er als Dialogregisseur und -autor für Hollywoodproduktionen tätig.

Musiker:
Tilman Ehrhorn / Dirk Wilhelm / Jan-Peter Pflug / Maria Todtenhaupt / Torsten Sense / Tobi Fischer

Autor:
Der Engländer Neil Gaiman, geboren 1960, arbeitete zunächst als Journalist in London und wurde durch seine Comic-Serie „Der Sandmann“ bekannt. Neben seinen Büchern „Niemalsland“ und „Der Sternenwanderer“ schrieb er zusammen mit Terry Pratchett „Ein gutes Omen“ und verfasste über seinen guten Freund Douglas Adams die Biographie „Keine Panik!“

HG | 035 - Jens Wawrczeck

// Champagner (pinkfarben), mutig werden und ein kleiner Vogel //

In unserer fünfunddreißigsten Episode spricht Josef mit Jens Wawrczeck. Jens ist Schauspieler, Hörbuchinterpret, Sänger, Synchron- und natürlich Hörspielsprecher. Daher werden ihn auch die meisten kennen. Oder weißt du nicht, wer er ist? Dann lassen wir dich mal mit deinen Fragezeichen zurück.

Jens wurde in Dänemark geboren, aber um zu wissen, woher sein Nachname kommt, musste er nach Prag gehen. Generell ist Jens viel unterwegs. Mal in Hamburg, mal in Paris oder auch in New York, wo er auch überall eine Wohnung hat – sehr sehr kleine, wie er betont.

Jens ist wahnsinnig vielseitig und etwas rastlos: Er spielt Theater, er singt, liest Hörbücher und spielt die unterschiedlichsten Rollen in Hörspielen. Er hat ein eigenes Label “Audoba” – woher der Name kommt, verrät er selbst. Dort veröffentlicht er Hörbücher von vergessenen Autoren und Autorinnen und verleiht ihren Stoffen wieder eine Stimme und verbindet es mit seiner großen Leidenschaft – dem Singen.
Eine kleine Tür hat Jens also immer offen, durch die er sich zurückziehen kann. Umso schöner, dass er bei uns ist und so viel von sich erzählt.

Bei einem Champagner reden Jens und Josef über dieses Getränk als Lebenseinstellung; Assam Tee mit Milch und Pyjamas; über die Serie “Hitch und ich”; über 18 Stunden auf 1,5 zu kürzen; über seine Hörbuchvorbereitungen und 60 Seiten am Tag; über den Wunsch Opern zu singen; über ein eigenes Hörspiel; über Autogramme und einen mutigen Jungen; über Phonetikunterricht bis zu einem hochdeutschen “Guten Tag”; über seine Schauspielausbildung in New York; über seinen Nachnamen; über minimalistische Arbeitsform; über sein Label Audoba; übers Leben ausmisten; natürlich auch etwas über Die Drei ???; über die Möglichkeit bei einem Open Mic sich essen und Geld zu verdienen; über Führerscheine und über seine Bescheidenheit, seinen Perfektionismus, eine gewisse Unordnung im Kopf, seinen Fleiß und seinen Wunsch, mutiger zu werden.

Und zum Schluss liest Jens uns noch ein kurzes aber bewegendes Gedicht vor: “Das Buch des Lebens”.

Aufgenommen wurde das Gespräch im März 2019.

Unsere Empfehlungen mit Jens Wawrczeck:
Hörbuch: “Rebecca” von Daphne du Maurier – Edition Audoba
Hörbuch & Gesang: “Der Mieter” von Roland Topor – Edition Audoba
Hörspiel: “Kill Shakespeare” – audible (Regie: Kai Schwind)
Hörspiel: “Die Tore der Welt” von Ken Follett – WDR, Der Hörverlag (Regie: Martin Zylka)
Hörspiel: “Der Prinzessin” von Ivar Leon Menger – Lauscherlounge
Hörspiel: “Der goldene Kompass” von Philip Pullmann – NDRinfo, Silberfisch
und so vieles mehr...

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