HörGestalten

Schauspieler, Vokalisten, Interpreten. Im Gespräch.

HörGestalten ist ein Podcast der Lauscherlounge.
In dieser Gesprächsreihe, laden wir – Josef und Elias – Schauspieler*innen, Vokalist*innen und Interpret*innen einladen, mit uns zu plaudern. Denn sie begleiten uns mit ihrer Stimme durch den Alltag und erzählen uns die großen und kleinen Geschichten – egal ob nun im Hörbuch, Hörspiel oder eben Synchron. Mit einigen dieser Stimmen sind wir sogar schon seit unserer Kindheit vertraut.

Wir wollen in unseren Gesprächen herausfinden, was diese Menschen bewogen hat, das zu tun, was sie tun. Wie sie dahin gekommen sind. Wer eigentlich hinter diesen Stimmen steckt. Und was seine oder ihre Geschichte ist.

Das Gespräch führen abwechselnd die Lauscherlounge-Kollegen Josef Ulbig (Hörspiel Regie bei u.A. der Waringham-Saga und "Kleiner Drei") und Elias Emken (Hörbuch Regie u.A. für die Christopher Moore- und Sebastian Fitzek-Interpretationen mit Simon Jäger).

Mehr Infos gibt es hier:
http://lauscherlounge.de/podcasts/hoergestalten

Unsere Facebook-Seite findet ihr hier: https://www.facebook.com/hoergestalten/

Hinweis: Die hier wiedergegebenen Inhalte und Meinungen spiegeln ausschließlich die Meinungen der beiden Moderatoren und deren jeweiligen Gäste wider.

Lauscherlounge | Josef Ulbig & Elias Emken

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Lauscherlounge Records

HG | 036 - Marcel Collé

HörGestalten ist ein Podcast der Lauscherlounge.

// Bier, ein schlechter Hai-Film und die Zeit als Arschloch-Teenie //
In unserer sechsunddreißigsten Episode spricht Josef mit Marcel Collé. Marcel kennt ihr als Synchronstimme von unter Anderem Ashton Kutcher und Aaron Paul. Aber er hat auch Synchronregie geführt - für diverse Stoffe wie die Serie American Dad oder Filme wie die fantastische Welt von Oz oder Blood Diamond.
Natürlich geht es in unserem Gespräch um seinen Beruf und wie er da schon als 10-jähriger hingekommen ist.
Es wird aber auch sehr schnell persönlich: Es geht um seinen Aufenthalt in Spanien, wo er mit Freunden eine Sprachschule aufmacht, um seine Zeit als – wie er selbst sagt – “Arschlochteenie”, um seine erste Anschaffung von dem Geld, das er als Jugendlicher verdient hat, um ne legendäre Silvesterparty, um Fußball und um Fridays For Future. Und das ist echt nur ein kleiner Einblick in dieses sprudelnde, ehrliche und sehr offene Gespräch, dass von einem Thema zum nächsten fliegt.
Warum Marcel ein Problem mit Fremdschämen hat, warum ein schlechter Hai-Film eine der besten Regiearbeiten für ihn war und welche nicht hochtrabenden Träume er noch hat, das erzählt Marcel einfach selbst. Viel Spaß euch mit Marcel Collés Geschichten.

Aufgenommen wurde das Gespräch im August 2019.

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// Credits //
Produktion: Lauscherlounge
Musik: Valentin Rövenstrunck
Postproduktion: Thilo Masuth

Kleiner Drei (Ankündigung)

Josef Ulbig stellt Euch sein neues Hörspiel ans Herz, das am 18. Oktober bei der Lauscherlounge erscheint: "Kleiner Drei".

Das Hörspiel wagt Neues. Mit einer sehr besonderen, sehr anderen Erzählweise, die uns beginnend am Ende hin zum Anfang trägt. Einer Story, die die Grenzen und Dynamiken einer Freundschaft erforscht. Mit den tollen Schauspieler*innen Max Riemelt, Eva Meckbach und Johannes Klaußner in den Hauptrollen. Und großartiger, elektronischer Musik von Fejká und Acid Pauli, die das Hörspiel mehr als nur begleitet.

Ab 18. Oktober als CD, Download und Stream erhältlich. Im Lauscherlounge-Webshop und überall da, wo es Hörspiele gibt.

HG | 035 - Jens Wawrczeck

// Champagner (pinkfarben), mutig werden und ein kleiner Vogel //

In unserer fünfunddreißigsten Episode spricht Josef mit Jens Wawrczeck. Jens ist Schauspieler, Hörbuchinterpret, Sänger, Synchron- und natürlich Hörspielsprecher. Daher werden ihn auch die meisten kennen. Oder weißt du nicht, wer er ist? Dann lassen wir dich mal mit deinen Fragezeichen zurück.

Jens wurde in Dänemark geboren, aber um zu wissen, woher sein Nachname kommt, musste er nach Prag gehen. Generell ist Jens viel unterwegs. Mal in Hamburg, mal in Paris oder auch in New York, wo er auch überall eine Wohnung hat – sehr sehr kleine, wie er betont.

Jens ist wahnsinnig vielseitig und etwas rastlos: Er spielt Theater, er singt, liest Hörbücher und spielt die unterschiedlichsten Rollen in Hörspielen. Er hat ein eigenes Label “Audoba” – woher der Name kommt, verrät er selbst. Dort veröffentlicht er Hörbücher von vergessenen Autoren und Autorinnen und verleiht ihren Stoffen wieder eine Stimme und verbindet es mit seiner großen Leidenschaft – dem Singen.
Eine kleine Tür hat Jens also immer offen, durch die er sich zurückziehen kann. Umso schöner, dass er bei uns ist und so viel von sich erzählt.

Bei einem Champagner reden Jens und Josef über dieses Getränk als Lebenseinstellung; Assam Tee mit Milch und Pyjamas; über die Serie “Hitch und ich”; über 18 Stunden auf 1,5 zu kürzen; über seine Hörbuchvorbereitungen und 60 Seiten am Tag; über den Wunsch Opern zu singen; über ein eigenes Hörspiel; über Autogramme und einen mutigen Jungen; über Phonetikunterricht bis zu einem hochdeutschen “Guten Tag”; über seine Schauspielausbildung in New York; über seinen Nachnamen; über minimalistische Arbeitsform; über sein Label Audoba; übers Leben ausmisten; natürlich auch etwas über Die Drei ???; über die Möglichkeit bei einem Open Mic sich essen und Geld zu verdienen; über Führerscheine und über seine Bescheidenheit, seinen Perfektionismus, eine gewisse Unordnung im Kopf, seinen Fleiß und seinen Wunsch, mutiger zu werden.

Und zum Schluss liest Jens uns noch ein kurzes aber bewegendes Gedicht vor: “Das Buch des Lebens”.

Aufgenommen wurde das Gespräch im März 2019.

Unsere Empfehlungen mit Jens Wawrczeck:
Hörbuch: “Rebecca” von Daphne du Maurier – Edition Audoba
Hörbuch & Gesang: “Der Mieter” von Roland Topor – Edition Audoba
Hörspiel: “Kill Shakespeare” – audible (Regie: Kai Schwind)
Hörspiel: “Die Tore der Welt” von Ken Follett – WDR, Der Hörverlag (Regie: Martin Zylka)
Hörspiel: “Der Prinzessin” von Ivar Leon Menger – Lauscherlounge
Hörspiel: “Der goldene Kompass” von Philip Pullmann – NDRinfo, Silberfisch
und so vieles mehr...

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HG | 034 - Nina Reithmeier

// Aperol Spritz, Aufwachsen, wo andere Urlaub machen und von einem Ding ins nächste stolpern //

In unserer vierunddreißigsten Episode spricht Elias mit Nina Reithmeier. Nina ist Schauspielerin, Hörbuch- und Hörspielsprecherin. Aufgewachsen, wo andere Urlaub machen - nämlich im Allgäu - probiert sich Nina schon früh in einer Theaterschule aus. Auch wenn sie anfangs ein schüchternes Kind mit leiser Stimme ist und sich zwischenzeitlich mehr fürs Voltigieren begeistert, führt sie ihr Weg nach dem Abitur, einem kurzen Ausflug in die Fernsehredaktion und Kameraassistenz und einem angefangenen Studium der Kommunikationswissenschaften doch mit Schauspiel und Gesang auf die Bühne.

Nachdem sie in München eher zufällig in ein Casting für die Pseudo-Doku “Die Abschlussklasse” stolpert, bekam sie auf Anhieb die Rolle der “Jutta”, die sie daraufhin für 2 Jahre und 350 Episoden verkörpert. Dann kündigt sie und steckt ihr dort verdientes Geld in ihre Ausbildung an der Schauspielschule Charlottenburg, die sie 2008 erfolgreich abschließt. Sie bekommt ein Engagement an der Neuköllner Oper. Nahtlos überzeugt sie bei einem Vorsprechen das Grips Theater, zu dessen festem Ensemble sie jetzt seit 10 Jahren gehört.
2013 befindet das Stadtmagazin Zitty Nina sei "eine der 10 aufregendsten jungen Schauspielerinnen Berlins".

Bei einem Aperol Spritz reden Nina und Elias über ihr jüngst aufgenommenes Hörbuch “Splitterfasernackt” - die Autobiografie von Lilly Lindner und warum sie das unbedingt mit einer Frau in der Regie lesen wollte. Über ihren Weg vom Allgäu - via ein Jahr Schüleraustausch in den USA - bis ans Grips Theater nach Berlin. Über dort laufende Produktionen - das Ensemble wuppt jedes Jahr 4 Premieren und 300 Vorstellungen (!), über ihre Mutterzeit, die sie nutzte, um sich in der Flüchtlingshilfe zu engagieren, darüber dass Nina es mag sich auftuende Lücken zu stopfen, über das Räuspern, über ihre musikalische Ausbildung, über das Alpenpanorama und so viel mehr...

Und zum Schluss liest Nina uns noch prima vista etwas aus dem Buch “Tender Bar” von J. R. Moehringer vor.

Aufgenommen wurde das Gespräch im März 2019.

Unsere Empfehlungen mit Nina Reithmeier:
- Das Hörbuch “Splitterfasernackt” von Lilly Lindner
- Ein Besuch im Grips Theater - z.B. die Familienkomödie “Laura war hier”

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HG | S06 - Jörg Klinkenberg (Geräuschemachen)

// Ingwerwasser, Foletten und Sellerie-Knochenbrüche //

In unserer sechsten Sonderepisode redet Josef mit Jörg Klinkenberg. Jörg ist seit über 30 Jahren Foleyartist. Ein wie bitte? Ein Foleyartist. Also ein Geräuschemacher. Wo diese Bezeichnung herkommt, verrät er gleich selbst. Jörg hat schon unzählige Filme vertont – allein imdb listet über 240 Filme und Serien; doch da fehlt noch einiges. So stammen die Geräusche für zum Beispiel “Das Schweigen der Lämmer”, diverser Tatorte oder Eventfernsehfilme wie “Unsere Mütter, unsere Väter” von Jörgs wunderbar schön klingendem Sammelsurium, von dem er uns auch etwas mitgebracht hat. Aber auch Serien wie “4Blocks”, “Deutschland 83” und “Deutschland 86” oder “Bad Banks” sind erst mit seinen Geräuschen so fesselnd und spannend.

Wie Jörg als Beamter bei der Polizei angefangen hat, diverse Fächer studiert hat, sein Bruder, der ebenfalls Geräuschemacher ist, ihn erst zu diesem Beruf brachte und was Feuerwerke, Konzerte und Kampfsport mit seinem Leben zu tun haben, das soll er einfach selbst erzählen.

Jörg wird übrigens wieder bei der nächsten “Die Drei Fragezeichen”-Tour “... und der dunkle Taipan” dabei sein. Bis dahin könnt ihr ja die Geräusche nachmachen, die er Josef am Ende zeigt und erklärt.

Bei einem Ingwerwasser reden Josef und Jörg über alle bereits genannten Stationen seines Lebens; über Entscheidungen gegen Sicherheit; über das Verhältnis mit seinen Bruder zu arbeiten; über die Kreativität neue Geräusche zu (er)finden; über Flohmarktbesuche der etwas anderen Art; über durchgelaufene Schuhe und schockierte Schuhmacher; über die Zukunft der Foleymacher und woher der Begriff Foley überhaupt kommt; über Konzertbesuche; über Kampfsport und natürlich zeigt Jörg einige seiner Tricks.

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Aufgenommen wurde diese Sonderepisode im März 2019.

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HG | 033 - Nils Nelleßen

// Ein Sixpack Beck’s, grau gefärbte Schläfen und der Wirtschaftsplan Rubbellose //

In unserer dreiunddreißigsten Episode spricht Elias mit Nils Nelleßen. Nils ist Schauspieler, Synchron- und Hörbuchsprecher. Der Oldenburger Jung, der auf dem Fußballplatz und nicht im Theater sozialisiert wurde, wollte ursprünglich Maler werden. Doch wenn er heute in ein Atelier geht, dann um zu synchronisieren. So spricht er zum Beispiel Scott Eastwood (Clint Eastwoods Sohn) im Bio-Pic „Snowden“ oder Tyler Jon Olson in Precious Cargo.
Vor der Kamera sieht man ihn heute etwa als Dr. Hildebrand in der Serie “Der Kriminalist”. Für Audible liest er Fantasy und Thriller Romane von Markus Heitz und Kevin O'Brien, aber auch zeitgenössische Literatur wie etwa “Das geträumte Land” von PEN/Faulkner Award Gewinnerin Mbolo Imbue. Für seine Aussprache Recherche zu diesem Hörbuch, tigerte er kurzerhand in die Kameruner Straße im Afrikanischen Viertel in Berlin-Wedding und fragte sich von Laden zu Laden durch, bis er fündig wurde.

Bei einem Sixpack Beck’s reden Nils und Elias über seine friesische Heimat, seinen zu seiner Zeit noch 18-monatigen Zivildienst in Bremen, über das Bad Zwischenahner Meer, über nordische Spezialitäten und Brauchtum wie Kohl und Pinkel und das dazugehörige Boßeln, über das Alter(n), übers Haarefärben, über das Pleite Sein und den genialen Wirtschaftsplan, Rubbellose zu kaufen; aber natürlich auch über das Medium Film und episch lange Kameraeinstellungen (“O - ein Kunstfilm, Hilfe”) und dass er durch solches filmisches Erzählen zur Schauspielerei kam, über seine Rolle als Maik Borowski in der Serie Alpha Team, über die “Fließbandarbeit” von Telenovelas, über eine seiner schönsten Erfahrungen im Zusammenhang mit seiner schauspielerischen Laufbahn - eine Roadtrip-Theatertournee durch die USA, übers Synchron, über einen Drehtag zur Serie “Küstenwache”, an dem er einen seiner schönsten nicht-geskripteten nordischen Dialoge zwischen zwei Kapitänen lauschen durfte, über Bühnenmalerei, die Finanzkrise, sein angefangenes Zweitstudium der Volkswirtschaftslehre und vieles mehr.

Und zum Schluss liest Nils uns noch etwas aus dem Buch “Fup” von Jim Dodge vor.

Aufgenommen wurde das Gespräch im November 2018.

Unsere Empfehlungen mit Nils Nelleßen:
Das Hörbuch “Das geträumte Land” von Mbolo Imbue
Die Netflix Serie “F is for Family” mit Nils als “Babe”

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HG | 032 - Eva Meckbach

// Crémantfrühstück, Zensur und neue Wege //

In unserer zweiunddreißigsten Episode spricht Josef mit Eva Meckbach. Sie ist Schauspielerin und Sprecherin. Sie gehörte sehr lang zum festen Ensemble der Berliner Schaubühne und bereiste durch viele Gastspiele die ganze Welt – bis auf Afrika.

Sie wuchs auf der Schwäbischen Alb auf, wo ihre Französischlehrerin bereits prognostizierte, dass sie Schauspielerin werden würde. Dann trieb es Eva über Bochum nach Berlin, wo sie zur Schauspielschule kam. Und nun steht sie am Beginn einer neuen Zeit: 13 Jahre Schaubühnenensemble gehen zu Ende und neue Projekte warten auf sie. Und das mit Erfolg: Eva hat direkt den Deutschen Hörbuchpreis bekommen für ihre Lesung von “Deutsches Haus” von der Autorin Annette Hess.

Übrigens hatte Eva in jungen Jahren schon mal einen Plattenvertrag und war auch schon mal in der Bravo – mit einem anderen Namen. Aber das soll sie lieber selbst erzählen.

Doch bevor sie dazu kommen, reden die beiden bei Cremant und Frühstück über Ei im Whiskey Sour; über Lieblingsfrühstück; über Ibsens Theaterstück „Volksfeind“; über die Zensur bei einem Gastaustritt in China; über das Schulsystem und über Waldorfschule, die zu eva passt; über den wunsch Schauspielerin oder Sängerin zu werden; über grüne und schwarze Oliven; über die Angst vor der Französischlehrerin; über das Erkennung von Talenten; über die vielseitigen Möglichkeiten des Schauspielend; über die Vorbereitung von Rollen; über die Beobachtung von gesellschaftlichen Prozessen und über neue Wege, die Eva nun einschlagen will.

Am Ende liest sie aus ihrem prämierten Hörbuch einen kleinen Ausschnitt vor.

Aufgenommen wurde das Gespräch im Februar 2019.

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HG | 031 - Valerie Niehaus

// Kamillentee, Yogurette-Diät-Lüge und ganz viel Licht //

In unserer einunddreißigsten Episode spricht Josef mit Valerie Niehaus. Valerie ist Schauspielerin und Sprecherin. Ein purer Zufall führte sie schon im Alter von 13 Jahren zur Schauspielerei – zu ihrer ersten großen Rolle in “Rote Erde” um genau zu sein. Nur wenige Jahre später führte sie ihr Weg bereits an eine ihre Karriere bestimmenden Rolle: über 500 Episoden hauchte sie Julia in “Verbotene Liebe” Leben ein.
Danach führte es sie erst einmal zur Schauspielausbildung in die USA – etwas Abstand zur deutschen Film- und Fernsehwelt. Fuß fassen in der eigenen Kunst und dann mit neuem Schwung und neuem Können zurück.

Valerie ist vielseitig. Sei es eine feste Serienrolle wie Dr. Katrin Stoll in der ZDF Krimi-Serie “Die Spezialisten” oder wechselnde Rollen in “Sketch History” oder Auftritten in Formaten wie der “Heute Show” oder “Böhmermanns perfekte Weihnachten”.

Vor allem aber ist Valerie eine reflektierte, kluge Schauspielerin, die in Interviews nur allzuoft über Liebe oder ihren Sohn reden muss. Das haben wir geändert.

Bei einem Kamillentee reden Valerie und Josef darüber, warum Kamillentee ein tolles Getränk ist und warum Alkohol einem irgendwann nicht mehr steht; über Reflexion im Januar und Dezember, über den Frieden in Tonstudios; über eine gewisse Abhängigkeit von der Serie Modern Family; über alles am Vormittag erledigen zu wollen; über den Wunsch als Kind Nonne zu werden, über Funkenmariechen; über den Zufall im falschen Büro zu landen und direkt eine Hauptrolle als 13-Jährige bekommen; über Folgen der Rolle bei Verbotene Liebe; über die Faszination an menschlichen Prozessen; über die Art, wie Valerie ihre Rollen vorbereitet; darüber, wie Rollen im Fernsehen am besten sein sollten; über den Wunsch noch stärker im Schreiben anzukommen und über die Frage nach und Bedeutung von dem Licht, das auf einem liegen kann.

Am Ende liest Valerie eine impressionistische Beschreibung einer Berliner Gegend, in der sie sich oft aufhält: dem Tiergarten.

Aufgenommen wurde das Gespräch im Januar 2019.

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HG | 030 - Wolfgang Condrus

// Kaffee (schwarz, ohne Zucker), berechtigte Bemerkungen und die nicht endende Freude am Spiel //

In unserer dreißigsten Episode spricht Elias mit Wolfgang Condrus. Wolfgang ist Schauspieler, Synchron-, Hörbuch- und Hörspielsprecher.
Wir kennen ihn vor allem als die deutsche Stimme von Jeff Daniels (Speed, Der Marsianer), Ed Harris (The Rock - Fels der Entscheidung) oder Sam Neill (Jurassic Park). Doch der Sohn des Schauspieler Ehepaars Lia Condrus und Siegfried Breuer stand schon von Kindesbeinen an auf den Brettern, die die Welt bedeuten. Und auch vor der Kamera - so z.B in den Trümmern von Berlin als “Gustav mit der Hupe” in der Verfilmung von “Emil und die Detektive” 1954. Er spielte am Schillertheater, an der Volksbühne, am Theater am Kurfürstendamm, ist in Lesungen, Hörspielen und Features des Öffentlich Rechtlichen Rundfunks zu hören, war als Gastsprecher bei den drei Fragezeichen - in den Folgen “Doppelte Täuschung” und “Geisterbucht”, las für Audible u.A. Daniel Defoes Klassiker “Robinson Crusoe”, für den Hörverlag, zusammen mit Simon Jäger, Christopher Moores zotigen Fortsetzungsroman “Der Schelm von Venedig” und hat sich bis heute die Freude am Spiel bewahrt.

Bei einem Kaffee (schwarz, ohne Zucker) blicken Wolfgang und Elias auf gute 70 Jahre seines Schaffens zurück. Angefangen bei Erinnerungen an den Krieg. Erste Bühnen- und Filmerfahrungen und die lange Liste seiner Theaterlaufbahn unter Regiegrößen wie Hans Lietzau, Rudolf Noelte, Boleslaw Barlog und Walter Henn. Sie sprechen über eine Begegnung mit Klaus Kinski, über sein Hobby in jungen Jahren, Unterschriften von Vorbildern zu sammeln, über sein letztes Theaterstück, in dem er den Prospero gemimt hat - das Wolfgang rückwirkend dahingehend als Omen deutet, dass er jetzt auch zufrieden sein könne; über sein Gastspiel bei den drei Fragezeichen, bei dem er sehr erkältet eine Dreifach-Rolle übernommen hat, über südamerikanische Autoren, die es Wolfgang besonders angetan haben, z.B. den Mexikaner Juan Rulfo und sein Roman “Pedro Páramo”, über Salvatore Sattas Roman “Tag des Gerichts” und über Balzacs “Der Vikar von Tours”, (diese drei Bücher hat er beim SWR für die Reihe „Fortsetzung folgt“ eingelesen), über Sprachauswüchse wie das aus dem Englischen entlehnten “das macht Sinn”, über das Buch “Das fünfte Flugzeug”, über “911” und dadurch auch über ein für Wolfgang zunehmendes Misstrauen in der Gesellschaft, über die Vereinzelung des Menschen, befeuert durch technische Erfindungen wie das Smartphone und vieles mehr.

Und zum Schluss liest uns Wolfgang noch die “nie gehaltene Rede” von Alfred Polgar vor.

Aufgenommen wurde das Gespräch im November 2018.

Unsere Empfehlung mit Wolfgang Condrus:
Das Hörbuch “Das 5. Flugzeug” von John S. Cooper
Der südkoreanische Film “Oldboy” mit Wolfgang als die Stimme von Choi Min-Sik, für den er 2006 den “Deutschen Preis für Synchron” erhielt

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HG | 029 - Tanja Fornaro

// Champagner, Mäzenatentum und der Geruch Berlins, unterteilt in Komische-Oper-Geruch (Ost) und Deutsche-Oper-Geruch (West) //

In unserer neunundzwanzigsten Episode spricht Elias mit Tanja Fornaro. Tanja kommt ursprünglich vom Ballett. Genauer gesagt, wurde sie in jungen Jahren in der Berliner Tanzakademie von Tatjana Gsovsky ausgebildet und sammelte erste Bühnenerfahrungen an der Deutschen Oper. Ihr Weg führte sie in die Kinderagentur von Annelie Rohrbeck und alsbald drehte sie ihre ersten deutschen Vorabend Filme für die ARD. Einem größeren Publikum wurde sie bekannt durch ihre Rolle der “Luca” in der Serie “Aus heiterem Himmel”. Nach einer privaten Schauspielausbildung an der frisch gegründeten Schauspielschule Charlottenburg und nach längeren Aufenthalten in Italien und dem Iran, kam die Halb-Italienerin zurück nach Berlin und stieß dort rasch zum Team von Oliver Rohrbecks Lauscherlounge, dessen Tonstudio gerade im Aufbau war und übernahm die ersten Hörbuch-Regie Arbeiten und ist bis heute fester Bestandteil des Live-Hörspiel-Ensembles. Zeitgleich brachte sie auch ihre eigene Karriere als Sprecherin voran und ist seit einigen Jahren in den Bereichen Film- und Computerspiel-Synchronisation, Voice-Over, Hörbuch und Hörspiel hauptberuflich tätig. So ist sie z.B. in der Serie "Black Sails" als Madi, gespielt von Zethu Dlomo, zu hören und für Audible liest sie u.a. die Hörbuch Reihe “Elemental Assassin”. Außerdem war sie als Chloe bei der Live Tour “Phonophobia” der Drei Fragezeichen mit von der Partie.

Bei einer Flasche Champagner plaudern die beiden, entsprechend Tanjas Naturell lebhaft, über ihren Weg vom klassischen Tanz bis zur Arbeit vor dem Mikrofon. Mit Zwischenlandungen bei ihrem Wunsch, eine Künstlerkolonie zu gründen, in der sie als Mäzenin Kreative vernetzen und tolle Projekte verwirklichen kann. Sie erzählt über ihre Mitfahrt auf dem Traumschiff als 12-jährige, über Tanja die Schulabbrecherin und Tanja die Kaffeehaustante, über die Liebe zu HipHop, über eine bei ihr noch immer währende Identitätskrise (die die beiden aber im Laufe des Gespräches klären - sie wäre gern zeitweilig ein Kerl, ein echter Macho), über den Geruch der Heimat Berlin - unterschieden in West (Deutsche Oper) und Ost (Komische Oper), über Serien und Martial Art Filme und vieles mehr.

Und zum Ende hin liest Tanja uns noch zwei Glossen von Kurt Tucholsky vor.

Empfehlungen von und mit Tanja:
Das Hörbuch "Ab heute heiße ich Margo" von Cora Stephan
Der Film "El hombre de las mil caras" mit Tanja als Nieves, gespielt von Marta Etura
Das Hörspiel "Macbeth" von David Hewson

Aufgenommen wurde das Gespräch im Oktober 2018.

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